Hodenschmerzen: Ursachen und Symptome

Erfahren Sie auf dieser Seite mehr zum Thema Hodenschmerzen.

  • Welche Ursachen für Hodenschmerzen gibt es?
  • Welche davon sind gefährlich, welche eher harmlos?
  • Wie werden Schmerzen am Hoden behandelt?

Hodenschmerzen - Was ist das?

Bei Hodenschmerzen handelt es sich nicht um keine spezifische Erkrankung, sondern vielmehr um Symptome verschiedener Krankheitsbilder. Schmerzen im Hodenbereich äußern sich häufig als Unterleibsschmerzen in Form von Druck oder eines Ziehen, Stechen, Schweregefühls im Hodensack. Ebenfalls häufig beobachtet bei Hodenschmerzen werden Schwellungen, Rötungen und Verhärtungen

Die Ursachen von Hodenschmerzen können harmlos sein, aber auch erste Anzeichen von schwerwiegenderen Erkrankungen wie einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis), Hodentorsion (Hodenverdrehung) oder eines Hodenkarzinoms (Hodenkrebs) sein.

Bei anhaltende Schmerzen im Hodenbereich sollten Betroffene zur Klärung der Schmerzursache deshalb in jedem Fall auf einen erfahrenen Urologen zu gehen.

Welche Ursachen können Hodenschmerzen haben?

hodenschmerzen

Hodenentzündungen (viral/bakteriell)

Eine der häufigsten Ursachen von Hodenschmerzen ist eine Hodenentzündung (Orchitis), die meistens von einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis) begleitet wird. Urologen bezeichnen diese beiden gemeinsam als sogenannte Epididymoorchitis. Die Ursache von Hodenentzündungen sind Bakterien oder Viren, welche sich auf einer oder beiden Seiten im Hodensack ausbreiten. Die Folge sind akute (häufig bei Mumpsviren) oder auch chronische Hodenschmerzen.

Hodentorsion (Hodenverdrehung)

Hodenschmerzen, die durch eine Hodenverdrehung (auch Hodentorsion genannt) hervorgerufen werden sind immer ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss. Eine unbehandelte Hodentorsion kann zu einer dauerhaften Schädigung des betroffenen Hodens führen. Weiter kann im Extremfall ein Absterben des betroffenen Hoden Unfruchtbarkeit folgen. Bei einer Hodentorsion liegt eine akute Eindrehung des Samenstrangs vor. Man spricht auch von einer sogenannten Hodenstieldrehung. Dabei werden die zu den sekundären Genitalien verlaufenden Gefäße durch die Eindrehung unterbunden und dadurch der Blutfluss massiv gestört. Der Betroffene wird den extremen Schmerz auf jeden Fall wahrnehmen und sollte sofort einen Notarzt rufen und ins Krankenhaus, um die Torsion aufzulösen.

Varikozele (Krampfadern am Hoden)

Hodenschmerzen, welche durch eine Varikozele ausgelöst werden treten in niedrigen Schweregraden meistens nur akut auf und können durch einfache Anpassungen der Gleichgewichtslage oder Sitzposition behandelt werden. Die Ursache für Hodenschmerzen bei Krampfadern ist ein Blutstau der linken Hodenvene, welche fast rechtswinklig in die linke Nierenvene mündet. Durch einen anatomisch bedingten etwa 10-15cm höheren Abflussweg, als auf der rechten Seite kann eine, erblich bedingte oder durch die persönliche Lebensweise angeeignete, Venenschwäche zu einer Venenklappeninsuffizienz und Varikozele führen. Varikozelen können entweder auf natürliche Weise schonend – oder durch einen Eingriff am Hodensack operativ behandelt werden.

Weitere Ursachen für Hodenschmerzen

  • Gewalteinwirkung
  • Leistenbuch
  • Hodentumore
  • Blasen-, Nieren oder Harnleitersteine

Bei nur kurz anhaltenden Hodenschmerzen (z.B. nach einer leichten Prellung von einem Fußball) oder einer Hypersensibilität (Überempfindlichkeit) der Hoden nach verlängertem Geschlechtsverkehr besteht in erster Linie kein Handlungsbedarf. Bei den sogenannten Kavaliersschmerzen sind Hodenschmerzen die Folge einer ausbleibenden Ejakulation beziehungsweise des langen Aufrechterhaltens der Erektion.

Anhaltende Hodenschmerzen – Was tun?

Wenn Hodenschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten, sollten Betroffene in jedem Fall einen Sprechstunden Termin bei einem ausgebildeten Facharzt oder anerkannten Urologen vereinbaren. Neben einer körperlichen Untersuchung, welche erste Rückschlüsse über mögliche Ursachen geben kann, wird dieser den Patienten über dessen bisherige Krankheitsgeschichte befragen, sowie Dauer Intensivität und Ausprägung der Hodenschmerzen festhalten.
Für die weitere Diagnose wird in der Regel eine Urinabgabe, sowie Blutuntersuchung erfolgen, durch welche auch mögliche Entzündungserreger, wie Bakterien oder Viren, festgestellt werden können. Häufig kann auch mittels Dopplersonografie (Ultraschalluntersuchung) die Ursache der Hodenschmerzen ermittelt werden. So kann zum Beispiel eine Varikozele dadurch am Bildschirm sichtbar gemacht werden. In nur sehr wenigen Fällen, muss zur eindeutigen Diagnosestellung der schmerzende Hoden während einer kleinen OP freigelegt werden und zum Beispiel Gewebeproben entnommen werden.

Wie werden Hodenschmerzen behandelt?

Abhängig davon, welche Ursache für die Hodenschmerzen diagnostiziert wurde, können unterschiedliche Behandlungen vom Urologen verordnet werden:

Hodenentzündungen (Epididymitis/Orchitis)

      • medikamentöse Behandlung bei bakterieller Hodenentzündung (Orchitis) mit Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten

Hodentorsion (Hodenverdrehung)

      • Medizinischer Notfall, sofort ins Krankenhaus, operativer Eingriff erforderlich

Varikozele (Krampfadern am Hoden)

      • Natürliche Behandlungsmethoden zur akuten Schmerzbehandlung und langfristiger Symptomfreiheit oder chirurgischer Eingriff (Varikozele Sklerosierung / Minimal-invasive OP in Schlüssellochtechnik)

Gewalteinwirkung (physisches Trauma, z.B. durch Prellung, Schlafeinwirkung, Sturz)

      • Hinlegen, Kühlung, Schmerzmittel

Leistenbruch

      • Operativer Eingriff zur Fixierung des Leistenbruchs

Blasen-, Nieren oder Harnleitersteine

      • Behandlung mit Medikamenten oder chirurgischer Eingriff (bei größeren Steinen)

Hodenkrebs (Hodenkarzinom) / Hodentumore

      • Individuelle Behandlungsform wird benötigt, häufig ein chirurgischer Eingriff kombiniert mit einer Strahlen- und Chemotherapie

Hodenschmerzen lindern durch die richtige Unterwäsche:

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Wichtig bei Hodenschmerzen ist vor allem, dass die Patienten diese immer ernst nehmen sollten und von einem anerkannten Urologen oder Facharzt diagnostiziert und behandeln lassen sollten.

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