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Varikozele Gynäkomastie (Gyno)

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Varikozele Gyno (Gynäkomastie)

Kann eine Varikozele eine Gynäkomastie verursachen?

Die Entwicklung von weiblichen Brustwachstum bei Männern nennt man Gynäkomastie (Gyno). Während der Entwicklung der Gynäkomastie wächst unter anderem auch das Drüsengewebe des Mannes. Da das Brustgewebe sehr sensibel auf Schwankungen des Hormonhaushalts reagiert, kann es bei unnatürlichen Schwankungen zu einem ungewollten Brustwachstum kommen. Ursache für Schwankungen im Erwachsenenalter ist häufig die Einnahme von Medikamenten, welche die hormonelle Programmierung des Körpers stören. Aber auch das Alter und der damit verbundene sinkende Testosteronspiegel im Körper, können die Ursache für eine Gynäkomastie sein. Je nachdem welche Form der Gynäkomastie vorliegt, werden unterschiedliche Behandlungsmethoden vorgeschlagen. 

Unterschieden werden die verschiedenen Formen der Gynäkomastie anhand ihrer Ursachen:

  1. physiologisch = normales, natürliches Wachstum
  2. Pseudogynäkomastie = Fetteinlagerung im Brustgewebe
  3. pathologisch = krankhaftes Wachstum
  4. Gynäkomastie durch Varikozele?

1. Natürliche (physiologische) Gynäkomastie:

Eine physiologische Gynäkomastie trägt ihre Ursachen in Schwankungen des Hormongleichgewichts und reguliert sich häufig von alleine wieder. 

Neugeborenengynäkomastie: Die Neugeborenengynäkomastie wird durch die weiblichen Hormone der Mutter ausgelöst. Diese werden über die Plazenta auf das Neugeborene Baby übertragen. Eine Neugeborgenengynäkomastie bildet sich in der Regel von selbst wieder zurück.

Pubertätsgynäkomastie: Die Pubertätsgynäkomastie entsteht etwa bei der Hälfte der männlichen Jugendlichen im Verlauf der Pubertät und bildet sich meistens (nicht immer) vollständig zurück. Als Ursache für die Pubertätsgynäkomastie vermutete man für lange Zeit, dass das Brustwachstum durch eine erhöhte Östogrenbildung entstanden ist. Die Folge des erhöhten Östrogens im Körper war demnach eine Verschiebung des Östrogen-Testosteron Gleichgewichts, welches das Brustwachstum verursachte. Dänische Wissenschaftler wiederlegten diese Vermutung jedoch und fanden heraus, dass die Pubertätsgynäkomastie höchstwahrscheinlich mit einem stark erhähten insulinähnlichen Wachstumsfaktor (Insulin-like growth factor 1, kurz IGF-1) zusammenhängen muss

Altersgynäkomastie: Als Ursache für Altersgynäkomastie sieht man, die sich im Alter erhöhende Masse an Fettgewebe im Vergleich zur insgesamt abnehmenden Körpermasse. Als Folge wird im Körper insgesamt mehr Östrogen produziert. Gleichzeitig nimmt mit dem Alter die Testosteronproduktion des Mannes ab (siehe Grafik). Bei der Altersgynäkomastie kann man demnach durchaus sagen, dass das Brustwachstum durch erhöhte Östrogen- und verringerte Testosteronwerte verursacht werden.

varikozele-gyno

2 . Pseudogynäkomastie (Pseudogyno)

Weiter unterscheidet man eine Pseudogynäkomastie, welche eine Fetteinlagerung im Brustgewebe beschreibt. Die häufigste Ursache hierfür ist Übergewicht. Von einer Pseudogynäkomastie spricht man auch bei allgemeiner Fettsucht (Adipositas). Der Übergang vom Übergewicht zur Adipositas wird etwa bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 erreicht.
 
3. Krankhafte (pathologische) Gynäkomastie

Bei einer echten Gynäkomastie spricht man auch von keiner eigenständige Erkrankung, sondern von einem Symptom. So können verschiedene hormonale Störungen bzw. Erkrankungen, Wachstumshormonmissbrauch, eine Kastration oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu einer Brustvergrößerung führen. Beispiele für Ursachen einer echten Gynäkomastie sind:

  • Mangel an männlichen Geschlechtshormon, wie zum Beispiel Testosteron (Hypogonadismus)
  • Erhöhte Östrogenbildung, zum Beispiel als Folge einer Hormontherapie (Bodybuilding)
  • Chronische Erkrankungen (Alkoholmissbrauch als Ursache / Organversagen als Folge: Nierenversagen, Leberversagen)
  • Medikamente: „Zu den häufigsten Auslösern gehören – neben Hormonen – Säureblocker wie Cimetidin, Ranitidin und Omeprazol, der Aldosteronantagonist Spironolacton, das Prostatamittel Finasterid, Herzglykoside wie Digoxin und Calciumantagonisten vom Typ Nifedipin und Verapamil sowie Neuroleptika vom Phenothiazintyp oder Sulpirid.“

4. Gynäkoamstie durch Varikozele – Nein!

Eine Varikozele beschreibt nach Definition die gestörte Blutzirkulation in dem von den Hoden und Nebenhoden gebildeten Venengeflechts im Samenstrang (Plexus Pampiniformis). Die zum Teil blockierte Blutzirkulation am Hoden bedeutet insgesamt eine höhere Schadstoffbelastung der Hoden. Diese Schadstoffe können, wie Sie auf der Seite über Varikozele Schmerzen gelernt haben, langfristig den betroffenen Hoden schädigen. Der betroffene Hoden kann in Folge der Überhitzung und Schadstoffe nicht mehr 100% seiner ursprünglichen Leistung bringen, wodurch die Testosteronabgabe negativ beeinflusst wird. Ein zu geringer Testosteronlevel kann in Kombination mit einem zu hohen Östrogenspiegel in der Tat die Ursache für die Ausbildung des weiblichen Brustgewebes (Gyno) verursachen. Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass die Varikozele alleine zur Ausbildung von weiblichen Brustgewebe führt. Lesen Sie weiter.

Kann eine Varikozele Gynäkomastie verursachen?

Ansammlung von Blut (mit Schadstoffen) in der Varikozele

Beschädigung der Hoden und Venen

Beschädigte Hoden verursachen Hormonungleichgewichte

Hormonungleichgewicht kann eine Gynäkomastie auslösen.

Varikozele allein ist jedoch nicht der Auslöser!

Die Hauptursachen einer Gynäkomastie

Bekannt Ursachen einer echten Gynäkomastie sind in den meisten Fällen auf eine Störung des Hormongleichgewichts zurück zu führen. Man unterscheidet die folgenden Ursachen:

  • eine erhöhte Ansprechbarkeit des männlichen Brustgewebes auf die weibliche Geschlechtshormone (Östrogene)
  • eine erhöhte Konzentration an Östrogenen im Blut des Mannes. Ursache kann hier zum Beispiel eine Hormontherapie bei der Behandlung eines Prostatakarzinomes sein. Ebenfalls kann ein östrogenproduzierender Hodentumor oder Erkrankungen der Hypophyse / des Hypothalamus hierfür verantwortlich sein. In der Pubertät kann es ebenfalls zu erhöhten Östrogenausschüttungen kommen (siehe Pubertätsgynäkomastie)
  • eine verringerte Konzentration an Testosteron im Blut des Mannes. Ursache kann hier zum Beispiel eine Unterfunktion der Keimdrüse, Altersgynäkomastie (siehe oben) oder verringerte Testosteronbildung im Hoden bei paralellen Östrogenüberschuss, sein.
  • davon unabhängige Ursachen wie zum Beispiel Erkankungen der Schilddrüsen, eine Leberzirrhose oder eine Dialyse bei Nierenversagen (Niereninsuffizienz)
  • das Aufnehmen hoher Hormonkonzentrationen über die Nahrung, zum Beispiel durch hormonbehandeltes Fleisch.
  • die Verabreichung/Injektion von Testosteron, zum Beispiel medizinisch indiziert oder als Wachstumsbooster im Bodybuilding. Als Folge der Testosteronsubstition, kann dieses zum Teil im Fett- und Muskelgewebe durch das Enzym „Aromatase“ teilweise in weibliche Hormone (Östrogene) umgewandelt werden.
Daraus lässt sich schließen, dass eine Varikozele allein nicht die Ursache für die Ausbildung einer Gynäkomastie ist. Wahrscheinlicher ist, dass eine Varikozele in Kombination mit einer der oben aufgelisteten Ursachen auftritt. So kann die Ursache in Kombination mit einer Varikozele zum Beispiel Übergewicht, eine ungesunde Lebensweise (Ernährung, zu wenig Sport/Bewegung, hoher Kaffeekonsum, zu wenig Schlaf, Rauchen, Alkohol, Testosteronsubstitution usw.) sein.

Also was tun, um eine Varikozele Gynäkomastie zu verhindern?

Tatsächlich gibt es eine ganze Menge Faktoren in der persönlichen Lebensweise, mit welchen man den Testosteronlevel im Körper natürlich anheben kann. Hier einige Behandlungsvorschläge, um den Testosteronlevel im Körper natürlich zu erhöhen:

1. Anpassung der Lebensweise:

  • Körpergewicht abnehmen: Weniger Fett im Körper führt zu einer höheren Testosteronkonzentration
  • Mehr Sport treiben: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass aktive Männer insgesamt ein höheren Testosteronlevel haben, als inaktive
  • Ernährung anpassen: Gesunde und ausgewogene Ernährung aus überwiegend unverarbeiteten Lebensmitteln
  • Aufhören mit dem Zigaretten rauchen und Alkohol trinken: Ebenfalls wissenschaftlich bewiesen, dass diese Angewohnheiten den Testosteronlevel im Körper senken

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Varikozele Testosteron.

2. Verbesserung der Hodengesundheit: Erreichung einer gesunden Hodentemperatur über den Tag hinweg

Haben Sie gewusst, dass eine Erhöhung der Hodentemperatur um 1° Celsius zu einer Senkung der Testosteronkonzentration von ganzen 40% führen kann? Sorgen Sie also IMMER durch tägliche Routinen für eine angemessene Hodentemperatur. Mehr Informationen finden Sie im Ratgeber.

Besorgen Sie sich atmungsaktive und unterstützende (nicht komprimierende!) Unterwäsche. Mehr Informationen zu gut geeigneter Unterwäsche und gute Gründe warum die meisten Modelle besser nicht getragen werden sollten finden Sie in Kapitel 10 des Ratgebers und hier auf der Webseite unter Varikozele Bekleidung.

Eine weitere Lösung, um im Tagesdurchschnitt eine angemessene Hodentemperatur zu erreichen, liegt in der Behandlung durch verschiedene Kühlverfahren. Durch die Kühlung kontrahieren die angeschwollenen Venen, wodurch der gesunde Blutfluss im Hodensack wieder hergestellt wird und die Testosteronproduktion erhöht wird. Lesen Sie zu Überhitzung, Schmerzen, und Normalisierung der Hodentemperatur die Details in Kapitel 5, 6 und 10.

Wie kann man eine Varikozelen Gynäkomastie verhindern?

Risikofreie Behandlungsmaßnahmen zur

Wiederherstellung der gesunden Blutzirkulation

Stimulation der Heilung und Unterstützung bei der Regeneration

Natürliche Maßnahmen zur Herstellung einer gesunden Hodentemperatur

Verhindern einer weiteren Beschädigung von Venen und Hoden

Wiederherstellung der allgemeinen Hodengesundheit

Erhöhung des natürlichen Testosteronlevels im Körper

Ausbildung einer Varikozelen Gyno verhindern.

Studien und Quellen:

  1. COPENHAGEN Puberty Study → Mikkel G. Mieritz, Lars Lau Rakêt, Casper P. Hage u. a.: A longitudinal study of growth, sex steroids and insulin-like growtht factor I in boys with physiological gynaecomastia. In: The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. (J Clin Endocrinol Metab.) veröffentlicht online 19. August 2015, doi:10.1210/jc.2015-2836 (Volltext als PDF-Datei).
  2. Hans-Peter Kuhne, Sandy Egler, Stefan Lenz u. a.: GMS Interdisciplinary Plastic and Reconstructive Surgery DGPW 2012/ Gynecomastia in German soldiers: etiology and pathology. Auf: egms.de ; zuletzt abgerufen am 5. Mai 2016. 2012.
  3. B. Neu, V. Sautter, M.-L. Sautter-Bihl: Strahlentherapie zur Prophylaxe und Therapie einer antiandrogenbedingten Gynäkomastie bei Prostatakarzinom. Magdeburg 2010 (Volltext als PDF-Date; 640 kB (Memento des Originals vom 21. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.).
  4. Lipomatosen. In: Medizinisches Wörterbuch. m-press münchen gmbh (Memento vom 10. Januar 2007 im Internet Archive)

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