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Varikozele Testosteron

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Varikozele Testosteron

Ein häufig angesprochenes Thema in Bezug auf die Varikozele ist Testosteron. Wie Sie bereits auf der Seite über Varikozele Schmerzen gelernt haben, kann der Hoden durch eine Krampfader geschädigt werden. Der geschädigte Hoden kann in Folge nicht mehr richtig arbeiten. Unter anderem wird durch eine Überhitzung die Spermienproduktion beeinträchtigt und die Fruchtbarkeit des Betroffenen verschlechtert sich.

Das gleiche gilt für die Testosteronproduktion und Testosteronabgabe. Durch die Beeinflussung der Varikozele können den Testosteronlevel im Körper eingeschränkt werden. Einige Urologen sind der Meinung, dass die Hodenkrampfader keinen ausschlaggebenden Einfluss auf die Testosteronproduktion und Testosteronabgabe nehme, da bei einer Varikozele der andere Hoden das Ungleichgewicht ausgleichen würde. Trotzdem wäre der allgemeine Testosteronlevel im Körper mit zwei gesunden Hoden höher, als mit einem beeinträchtigten. Auch aus diesem Grund ist es sehr wichtig so früh wie möglich natürliche Varikozele Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um deren Weiterentwicklung zu verhindern.

Als Folge der niedrigeren Testosteronkonzentration im Blut leiden Männer (häufig auch erst im höheren Alter) an typischen Testosteron-Defizit-Symptomen wie zum Beispiel:

  • Antriebslosigkeit / Müdigkeit
  • Verringerte Libido
  • Erektionsproblemen
  • Verringerte Fruchtbarkeit
  • Erhöhte Östrogenwerte
  • Verringerte Muskelbetonung
  • Gynäkomastie

Männer machen häufig die Varikozele für all diese Symptome verantwortlich, ohne vorher genauer einen Blick auf die Testosteron verringernden / fördernden Faktoren in ihrem Leben zu werfen. Es lohnt sich daher genauer hinzusehen und verschiedene Testosteron erhöhende Faktoren zu berücksichtigen. 

Fakt ist: Es gibt eine ganze Reihe von Testosteron erhöhenden Maßnahmen, die grundsätzlich jeder Mann ergreifen kann.

In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen 7 effektive Wege zur natürlichen Erhöhung der Testosteronkonzentration im Körper vorstellen:

1. Körperliches Training - Kraft / Ausdauer?

Es gibt insgesamt 2 Methoden des körperlichen Trainings mit welchem die Testosteronausschüttung im Körper erhöht wird.

1) Krafttraining mit schweren Gewichten: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass durch Krafttraining mit hohen Gewichten die Testosteronausschüttung im Körper gezielt und akut erhöht werden kann. Gleichzeitig wird durch das Training mit hohen Gewichten die Fettverbrennung angekurbelt, wodurch überschüssiges Körperfett abgebaut wird. (1)

Weiter kann die Testosteronausschüttung durch eine Anpassung innerhalb der Satzpausen positiv beeinflusst werden. Laut einer Studie schütteten Männer am meisten Testosteron aus, wenn die Satzpause zwischen den Trainingssätzen von Kniebeugen und Bankdrücken 90 Sekunden beträgt.

Hinweis: Schweres Gewichtheben, wie zum Beispiel Kniebeugen mit Varikozele, können ein Risikofaktor für eine Weiterentwicklung der Krampfader sein. Benutzen Sie daher für hohe Gewichte besser die Beinpresse (liegend) um die vertikale Belastung der Varikozele zu reduzieren. Mehr dazu finden Sie im Varikozele Ratgeber.

2) Ausdauersport, genauer Hochintensives-Intervall-Training (HIT-Training), hat laut neusten Forschungsergebnissen ebenfalls einen ähnlichen positiven Effekt auf die Testosteronausschüttung. Dabei werden für 10-15 Minuten in Intervallen gelaufen und gesprintet. Um die am besten geeignete Intervalldauer herauszufinden erfolgt in der Regel vorher eine Herzfrequenzanalyse im Fitness- / Gesundheitsstudio. Fragen Sie hierzu bitte Ihren betreuenden Trainer vor Ort. (2)

Hinweis: Lange Ausdauerläufe (Joggen) ab 45 Minuten können wegen der Erschöpfung zu einer Reduktion des Testosteronspiegels im Körper führen und sind deshalb zur Steigerung der Testosteronausschüttung ungeeignet. (3)

Achtung!

Übertreiben Sie es beim Kraftsport nicht. Vor allem untrainierte Männer sollten langsam mit dem Training beginnen und sich erst mit der Zeit und Erfahrung steigern. Die Verletzungsgefahr ist andernfalls sehr hoch.

2. Reduzierung des Körpergewichts und Bauchfetts

Männer mit einem hohen Bauchumfang können Ihr Testosteronlevel zusätzlich erhöhen, indem sie das viszerale Fettgewebe im Bauchfett durch gezieltes Kraft- / Ausdauertraining angreifen. Ursache hierfür ist die hormonumwandelnde Eigenschaft des viszeralen Fettgewebes, welches das männliche Testosteron in das weibliche Hormon Östradiol umwandelt. Das bedeutet: Je weniger viszerales Fettgewebe vorhanden ist, umso weniger Testosteron wird in Östrogene umgewandelt. Dadurch erhöht sich  die Testosteronkonzentration im Körper. (4)

Zusätzlich kann bei starkem Übergewicht durch eine Gewichtsabnahme das Testosteron weiter erhöht werden, da vermutlich das Fettgewebe an anderen Stellen des Körpers ähnliche Effekte auf die Hormonumwandlung hat.

3. Vitamin D - Testosteron erhöhen

82% der Männer in Deutschland leiden an Vitamin D Mangel. Studien zeigen, dass Männer, die vorher ein Vitamin D Defizit hatten, nach der Supplementierung von Vitamin D, steigende Testosteron Werte nachweisen konnten.

Vitamin D ist ein lebenswichtiges Vitamin, welches durch Sonneneinstrahlung auf der Haut vom Körper selbst produziert wird. In der Regel genügen 1-2 Stunde Sonneneinstrahlung pro Tag, um die notwendige Menge an Vitamin D herzustellen. Menschen mit dunklerer Hautfarbe benötigen jedoch mehr Sonnenlicht, um dieselbe Menge an Vitamin D zu produzieren.

Wer in Äquatornähe lebt muss sich weniger Gedanken, um einen Vitamin D Mangel machen. In äquatorfernen Regionen wie Europa sollte jedoch, vor allem in den dunkleren Jahreszeiten, eine Vitamin D Zugabe (meistens in Form von Tropfen) berücksichtigt werden. Vitamin D erhöht den Testosteronlevel und stärkt gleichzeitig das Immunsystem bzw. die Abwehrkräfte.

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4. Testosteronkiller: Alltagsstress?

Täglich sind wir zahlreichen inneren und äußeren Stress-Situationen ausgesetzt. Dabei gibt es auf der einen Seite positiven Stress (z. B. Vorfreude / Zielerreichung / Komplimente) – aber auf der anderen Seite auch den negativen Stress (z.B. Zeitstress / Arbeitsstress / körperliche Belastung). Erfährt der Körper Stress schüttet er das sogenannte Stresshormon Cortisol aus. Cortisol hilft dem Körper im Moment der Stress-Situation mehr Energie zur Verfügung zu haben.
 
Gleichzeitig senkt sich aber auch der Testosteronlevel im Körper und das Immunsystem wird angegriffen. Zur Erhöhung des Testosterons hilft daher: Mit besserem Stressmanagement den Alltagsstress besser bewältigen. Viele hilfreiche Infos zum Thema Stressmanagement und Entspannungstechniken im Alltag finden Sie im Ratgeber zur natürlichen Behandlung.

5. Gesunder Schlaf

Gesunder Schlaf ist ausschlaggebend für einen gesunden Testosteronhaushalt. Körperliche Erschöpfung, Stress und zu wenig Schlaf führen wissenschaftlich bewiesen zu einem Abfall des Testosteronspiegels im Körper. Vor allem bei jungen Männern kann sich Schlafmangel und schlechte Schlafqualität sehr negativ auf den Testosteronlevel im Körper auswirken. Achten Sie deshalb darauf lange genug zu schlafen. Die gesunde Schlafdauer liegt zwischen 6-9 Stunden. Ein kompletter Schlafzyklus besteht im Schnitt aus 90 Minuten. Auch deshalb ist eine Schlafdauer von 6, 7 1/2 oder 9 Stunden (je nach körperlicher Belastung) empfehlenswert.
 
Am höchsten ist der Testosteronlevel im Körper gleich morgens nach dem Aufstehen. Die Blutabnahme zur Kontrolle des Testosterons empfiehlt sich daher grundsätzlich in den Morgenstunden. Wichtige Tipps für gesunden Schlaf und Erholungsphasen im Alltag mit Varikozele finden Sie im Ratgeber.

6. Testosteron durch gesunde Fette

Auch eine Ernährung mit gesunden Fetten kann dazu beitragen den Testosteronlevel im Körper zu erhöhen.

Gesunde Fette finden Sie vor allem in den folgenden natürlichen unverarbeiteten Lebensmitteln:

  • frisches Fleisch von Gras-gefütterten Weiden-Tieren
  • Kokosnüssen und Kokosöl
  • Oliven oder kaltgepresstem Olivenöl
  • unverarbeitete Nüsse wie Mandeln, Peca-Nüsse, Paranüsse
  • kaltverarbeiteten Nuss-Ölen
  • Eiern in Bio-Qualität
  • Avocados

Weiter kann das Testosteronlevel durch bestimmte Verhaltensweisen in der Ernährung positiv beeinflusst werden. Mehr dazu finden Sie im Ratgeber in Kapitel 6 über Ernährung.

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7. Testosteron steigern durch Nahrungsmittelergänzungen

Mehr Testosteron durch Zink

Zink:
Ein Zinkmangel kann zu einem Abflachen der Testosteronkurve im Körper führen. Zinkmangel wird zum Beispiel durch eine unausgewogene Ernährung verursacht. Aber auch zu viel Sport kann zu einem Zinkmangel führen, weil der Körper beim Schwitzen Zink verliert. (5)
Durch die Einnahme von 25mg Zink pro Tag kann ein Zinkmangel einfach vorgebeugt werden. Eine vom Körper sehr gut aufnehmbare Form von Zink ist Zink-Bisglycinat.
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Mehr Testosteron durch Magnesium

Magnesium:
Ein Magnesiummangel wird ebenfalls mit niedrigen Testosteronwerten in Verbindung gebracht. Wenn hier ebenfalls ein Mangel besteht, kann durch die Supplementierung mit Magnesium eine Steigerung der Testosteronproduktion erreicht werden. Wenn jedoch bereits genügend Magnesium im Blut vorhanden ist, wird die Einnahme keine Änderung bewirken.

Eine vom Körper sehr gut aufnehmbare Form von Zink ist Magnesium-Citrat. (6)

Mehr Testosteron durch Creatin

Creatin:

Creatin unterstützt den Energiestoffwechsel der Zelle, indem es die ATP-Vorräte der Zelle sehr schnell regenerieren kann. Auf diese Weise kann Creatin das Muskelwachstum beschleunigen und sorgt bei regelmäßiger Einnahme für mehr Kraft im Training.

In diversen Studien wurde die Wirksamkeit der Einnahme von Creatin auf den Testosteronlevel untersucht. Das Ergebnis: Bei jungen Männern zwischen 18-35 Jahren konnte eine Steigerung um ca. 25-25% erreicht werden (in Verbindung mit Kraftsport).

Creatin ist also durchaus ein Supplement, welches Männer zur Trainingsunterstützung ohne Bedenken in Betracht ziehen können. Die vom Körper am besten aufnehmbare Form von Creatin ist Creatin-Monohydrat. (7)

Hinweis: Eine Dosis von 3g vor und 3g nach dem Training reicht aus, um die oben stehende positiven Effekte zu erzielen. Überdosierungen können zu Magenbeschwerden führen.

  • Schwellung reduzieren
  • Fruchtbarkeit verbessern
  • Weiterentwicklung verhindern
  • Homonbalance wiederherstellen
  • Schmerz- und Symptomfreiheit erreichen
Studien und Quellen:
  1. Rahimi et al.: Effects of very short rest periods on hormonal responses to resistance exercise in men. J Strength Cond Res. 2010 (Studie zu Satzpausen)
  2. Debré et al.: Androgen Responses to Sprint Exercise in Young Men. Int J Sports Med 2010 (Studie zum HIT-Training)
  3. MacKelvie et al.: Bone mineral density and serum testosterone in chronically trained, high mileage 40–55 year old male runners. Br J Sports Med. Aug 2000 (Studie zum Langstreckenlaufen — Testosteron)
  4. https://flexikon.doccheck.com/de/Viszeralfett (hormonelle Wirkung von viszeralem Fettgewebe im Körper)
  5. Netter et al.: Effect of zinc administration on plasma testosterone, dihydrotestosterone, and sperm count. Arch Androl. 1981 Aug
  6. Cinar et al.: Effects of magnesium supplementation on testosterone levels of athletes and sedentary subjects at rest and after exhaustion. Biol Trace Elem Res. 2011 Apr (Wirksamkeit von Magnesium auf Testosteron)
  7. Jagim AR, et al. A buffered form of creatine does not promote greater changes in muscle creatine content, body composition, or training adaptations than creatine monohydrate. J Int Soc Sports Nutr. 2012 (Wirksamkeit von Creatin auf Testosteron)
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